Pressemitteilung GripsWerksatt 2018

Abschlussklasse 2018

 

Mit der GripsWerkstatt zum Schulabschluss
 
17 Jugendliche schafften dieses Jahr mit Hilfe des Kreisjugendrings den Schulabschluss
 

 

17 Jugendliche und junge Erwachsene haben dieses Jahr den externen Mittelschulabschluss erfolgreich bestanden. Die Bestnote war 1,0 und 1,7. Quali Englisch wurde von 4 Teilnehmenden belegt und erfolgreich abgeschlossen. 15 Jugendliche nahmen noch an den Projektprüfungen teil, die sie Bravour meisterten.

Neben den Inhalten, die für den Schulabschluss notwendig sind, üben die Jugendlichen auch berufliche Schlüsselqualifikationen ein. Hierfür konnte die GripsWerkstatt auch in diesem Jahr die Räumlichkeiten, sowie das Know-How der Mitarbeiter/-innen vom Unternehmen Chance nutzen. Zweimal die Woche paukten die Jugendlichen für ihren Abschluss und an den anderen Tagen arbeitete ein Teil der Jugendlichen in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen des Unternehmen Chance, um für den ersten Arbeitsmarkt fit zu werden. Nachdem berufsrelevante Fähigkeiten erworben oder ausgebaut werden konnten, war der nächste Schritt ein Praktikum in ortsansässigen Betrieben zu absolvieren, um Arbeit oder Ausbildung ergattern zu können. So können zum aktuellen Stand nun von den 17 Absolvent/-innen 6 direkt in eine Ausbildung gehen, 3 eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk beginnen, 2 Teilnehmende werden eine Arbeitsstelle aufnehmen, 2 einen Integrationskurs besuchen und ein Teilnehmender konnte in eine weiterführende Schule vermittelt werden. Zwei junge Frauen werden nun erst eine Familienphase anschließen und eine Jugendliche hat bislang noch keinen unmittelbaren Anschluss gefunden und wird deshalb ohne Unterbrechung weiterhin von der Jugendberufshilfe des Kreisjugendringes betreut.

Wichtig, so ist sich das gesamte Team um Anja Gutermann sicher, ist neben der fachlichen Beratung und Begleitung auch Wertschätzung und Beziehung anzubieten. „Die Jugendlichen werden von uns nicht nur beim Schulabschluss unterstützt,“ so Julia Abt (sie leitet die Lernförderung an beiden Standorten), „sondern wir machen auch Aktionen im Unternehmen Chance mit ihnen, um sie in Arbeit erleben zu können! Nebenbei stellen wir Eigenprodukte her, diese bessern die Klassenkasse auf, was alle freut!“ Abt berichtet wie wertvoll es ist, die Jugendlichen nicht nur in der Beratung oder in einem Gruppensetting zu sehen, sondern auch bei der Arbeit zu erleben. „Hier werden Stärken sichtbar, die mir in meiner beratenden Tätigkeit, oder beim Schreiben eines Lebenslaufes verborgen geblieben wären!“ so Leah Raasch (sozialpädagogische Jugendberufshelferin der Gruppe in Lindenberg). Ziel ist es, die Teilnehmenden umfangreich kennen und erleben zu lernen, um ein besseres Matching für die Betriebe und die Jugendlichen zu gewährleisten. Gutermann ist sich sicher, „die besten Bewerbungsunterlagen und Noten nützen nichts, wenn unsere Jugendlichen nicht in der Lage sind, einen Arbeitsalltag durchzustehen. Hier ist unsere Unterstützung gefragt, um unsere Jugendlichen dahingehend fit zu bekommen!“

Aber nicht nur Lernen, Bewerben und Arbeitstugenden üben, stehen auf dem Programm des Jugendberufshilfeprojektes Jugend im Fokus mit seiner GripsWerkstatt, sondern auch erlebnispädagogische Maßnahmen. So fuhr die GripsWerkstatt in diesem Schuljahr mit ihren Schützlingen in die Berge und nahm an Floh – und Weihnachtsmärkten teil. Teambuilding, Selbsterfahrung und einen anderen Blickwinkel kennen lernen, dies ist den Betreuerinnen wichtig. „Nach dem Hüttenaufenthalt, wo nicht nur ein Flying Fox und wandern auf dem Programm stand, sondern auch die Vorbereitung auf die Prüfungen ein fester Bestandteil war, hatten unsere Jugendlichen eine völlig neue Motivation entwickelt. Gute Prüfungen zu erreichen, die Zukunft anpacken, dies war auf einmal ihr Blickwinkel!“ so Juli Abt.

„Auch die Beziehung ist nach solchen Aktionen gefestigt und erst wenn die Bindung mit den Jugendlichen da ist, können wir an die Themen heran und mit ihnen effektiv arbeiten“, erklärt Projektleiterin Anja Gutermann.

Wer Interesse hat seinen Schulabschluss zu erlangen oder zu verbessern und sich beruflich orientieren möchte, ist herzlich willkommen in der Grips.

Der neue Kurs beginnt in Lindau am 25. September 2018 im Unternehmen Chance und in Lindenberg am 26. September 2018 in der „Alten Hutfabrik“ – Büroräume des Kreisjugendringes.

Das Projekt „Jugend im Fokus“ des Kreisjugendrings Lindau mit seinen Angeboten wird gefördert durch den Landkreis Lindau und das Programm „Jugend stärken im Quartier“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Europäischen Sozialfond.

 

Kontaktdaten:

 

Anja Gutermann

0162 8259764,

Leah Raasch

0160 7269089,

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